Zahnschmerzen müssen nicht sein!

Zähne sind wichtige Instrumente für das Zerbeißen und Zerkauen der Nahrung.
Erfahre, wie unser Gebiss wächst, wie Zähne aufgebaut sind, welche Krankheiten es gibt und wie du deine Zähne gesund halten kannst.

Zähne Putzen

Zähne

Zähne sind Hartgebilde in der Mundhöhle, mit deren Hilfe wir unsere Nahrung greifen, zerkleinern und zermahlen.
Der Mensch bildet zunächst ein Milchgebiss aus, da im Kiefer eines Babys bzw. Kleinkindes noch nicht viel Platz vorhanden ist. Der Kiefer wächst, wodurch die Milchzähne auseinanderrücken. Nach und nach wird das Milchgebiss durch ein bleibendes Gebiss ersetzt.

Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen: acht Schneidezähne, vier Eckzähne, und acht Milchmahlzähne (Milchmolare).

Das vollständige, bleibende Gebiss umfasst 32 Zähnen: acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht vordere Backenzähne (Prämolaren), acht hintere Backen- bzw. Mahlzähne (Molaren) und vier Weisheitszähne (dritte Molaren).

Der Biss des Kindes und Jugendlichen ist für die gesamte statische Entwicklung des Menschen elementar. Fehlstellungen sollten daher korrigiert werden. Dies geschieht mit festen oder herausnehmbaren Spangen beim Kieferorthopäden.

Ein Zahn ist aus mehreren Schichten aufgebaut: Ganz außen liegt der Zahnschmelz, der das innen liegende Zahnbein (Dentin) bedeckt. Dieses umschließt das Zahnmark (Pulpa).
Der Zahn besteht aus der Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Die Wurzel wird bis zum Zahnhals von Zahnzement und Wurzelhaut umschlossen.

Zahnerkrankungen

Karies

Die häufigste Erkrankung der Zähne ist Karies. Der Begriff kommt vom lateinischen „caries“, was Morschheit oder Fäulnis bedeutet.
Zähne sind von einem Biofilm mit vielen Mikroorganismen umgeben (Plaque). Manche von diesen Mikroorganismen können molekulare Kohlenhydrate zu organischen Säuren verstoffwechseln. Dies führt zu einer pH-Wert Absenkung in einen kritischen Bereich (5,2-5,7). Durch die Säure werden aus dem Zahnschmelz Mineralien, wie Kalziumphosphate gelöst. Der Zahn wird demineralisiert.
Eine Theorie zur Kariesentstehung besagt, dass Neugeborene über Schnuller, Milchflaschensauger, Spielzeug und Küsse mit kariesauslösenden Mundbakterien angesteckt werden. Die Höhe der Konzentration von Streptococcus mutans im Speichel hängt eng mit dem Kariesrisiko zusammen.
Weitere Faktoren für eine Karieserkrankung sind aber auch:
·     Zahnstellung
·     Zahnfehlbildungen
·     Menge an vorhandenem Speichel
·     Art der aufgenommenen Nahrung
·     genetische Faktoren

Karies verläuft in mehreren Stufen:

Initialkaries:

Diese Kariesvorstufe ist durch die weißen Flecken auf den Zähnen erkennbar. Diese Entkalkungen sind nur auf den Schmelz begrenzt. In diesem Stadium kann noch eine Remineralisierung durch Ernährungsumstellung und Fluoridierung vorgenommen werden.

Dentinkaries:

Schreitet Karies fort, befällt sie nach dem Zahnschmelz das Dentin. Das Zahnbein ist weicher, als der Zahnschmelz, deshalb breitet sich die Karies unter dem Zahnschmelz aus und dieser bricht nach einiger Zeit beim Kauen ein.
In diesem Stadium treten bereits Zahnschmerzen auf.

Caries profunda:

Wenn die Karies bis über 2/3 des Zahnbeins erfasst und ist bereits Richtung Zahnwurzel vorgedrungen, spricht man von tiefer Zahnkaries (Caries profunda).
Der Zahnarzt kann die betroffene Zahnhartsubstanz ausräumen und mit einer Füllung verschließen.

Caries penetrans:

Erreicht die Karies den Zahnnerv (Pulpa) nennt man dies durchdringende Zahnfäule (Caries penetrans).
Sobald die Bakterien den Zahnnerv erreichen, stirbt er ab. Es kommt zu massiven Zahnschmerzen und es kann sich eine Schwellung entwickeln.
Der Zahnarzt muss in diesem Fall eine Wurzelbehandlung machen. Dabei wird der Nerv geöffnet und das betroffene Areal mit Feilen, etc. gereinigt, gespült und desinfiziert. Danach wird der Zahn mit Pasten und Stiften wieder geschlossen. So kann der Zahn gerettet werden.

Parodontitis

Eine weitere Erkrankung der Zähne ist Parodontitis.
Dabei handelt es sich um eine bakteriell bedingte Entzündung, die den Abbau des Zahlhalteapparats verursacht. Der Knochen des Zahnes geht dabei zurück, sichtbar wird vor allem der Zahnfleischschwund.
Die Erkrankung verläuft schubweise und führt mit der Zeit zu Zahnlockerungen. Eine Behandlung versucht zunächst den Entzündungszustand und entzündungsfördernde Faktoren zu beseitigen.
Werden die Zähne zu locker, müssen sie extrahiert werden. Danach sollte der Zahn durch ein Implantat mit Krone, eine Brücke oder eine Teilprothese ersetzt werden.

Prävention

Fluorid

Früher wurde viel über Trinkwasserfluodierung gesprochen. Außerdem wurden Kindern in großer Zahl Vitamin D-Fluor-Tabletten als Vitamin-D und Kariesprophylaxe gegeben. Dies ist heute sehr umstritten. Direkt aufgetragen wirkt Fluorid (= Salz des Fluor) lokal. Als Trinkwasserzusatz oder Tablette wirkt es jedoch systemisch. Das ist schlecht, weil es dann an allen Knochengeweben „andocken“ kann.

Zahnhygiene

Die beste Gesundheitsvorsorge für deine Zähne ist eine gute Zahnhygiene.
Das Wichtigste ist die mechanische Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste.
Dazu gibt es Handzahnbürsten oder elektrische Zahnbürsten. Manche elektrische Modelle besitzen rotierende Bürsten, andere erlauben schallinduziertes Putzen.

Hilfsmittel sind verschiedene Zahnpasten, -gele und -salze. Diese werden in sehr großer unterschiedlicher Zahl angeboten. Erwähnenswert ist, dass 80-90 % aller Zahnpasten den Zuckeralkohol Sorbit enthalten. Dieser Zuckerersatzstoff ist für Menschen mit Fructoseintoleranz unverträglich.

Für die Zähne gibt es auch Spülungen, einige davon mit Chlorhexidin. Diese führen allerdings im Dauergebrauch zu Verfärbungen der Zähne.

Zum Reinigen der Zahnzwischenräume gibt es Zahnseide und dentale Bürstchen.

Du solltest zwei Mal im Jahr den Zahnarzt aufsuchen, damit er Veränderungen oder beginnende Erkrankungen im Mundraum frühzeitig erkennen kann.
Kinder sollten spätestens mit dem Ende der Bildung der Milchzähne, also mit ca. 2 ½ Jahren das erste Mal zum Zahnarzt gehen.
Ab dem Jugendalter, aber vor allem Erwachsene, sollen alle 6 bis 12 Monate eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen.

Nährstoffe

Wichtige Nährstoffe für die Zähne, die Knochen und die Mundhöhle sind:
·     Vitamin D3 + K2
·     Zink
·     Vitamin C
·     OPC-Resveratrol (Polyphenole)
·     Fuorid als lokal verwendete Substanz zur Zahnstärkung

Schenke deinen Zähnen etwas Beachtung und gute Pflege und bleib von Zahnschmerzen verschont!

 

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Kommentare

  1. Mailin Dautel sagt:

    Es ist gut zu wissen, dass ein Kind ungefähr mit 2 1/2 Jahren das erste Mal zum Zahnarzt gehen sollte. Ich denke auch, dass die richtige Pflege wichtig ist und das sollte man schon früh seinen Kindern beibringen. Danke für die Liste an Nährstoffen die gut sind für die Zähne.

  2. Nina sagt:

    Bei meinem letzten Besuch hat der Zahnarzt doch eine Karies entdeckt. Daher möchte ich meine Mundhygiene noch verbessern. Gut zu wissen, welche Nährstoffe besonders wichtig sind.

  3. Hans sagt:

    Ich habe Glück, dass ich noch nie Zahnprobleme hatte. Ich achte sehr auf meine Zahnhygiene. Außerdem werde ich mich regelmäßig bei meinem Zahnarzt untersuchen lassen.

    1. yaviva sagt:

      Toll, wenn Sie noch nie Probleme hatten. Der regelmäßige Zahnarztbesuch ist natürlich auch sehr sinnvoll und vernünftig!
      Alles Gute weiterhin!

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